pablo estigarribia &
Emilie Aridon-Kociolek

Als Pianist, Komponist und Arrangeur gleichermaßen ist Pablo Estigarribia einer der ganz großen Musiker der argentinischen Tangoszene. Der berühmte Bandoneonist Victor Lavallén, seinerzeit Mitglied im Orchester von Osvaldo Pugliese, pflegte eine intensive Zusammenarbeit mit ihm. Nach seiner Ausbildung zum klassischen Pianisten und einem kurzen Ausflug in den Jazz fand Pablo Estigarribia seine musikalische Heimat in der Tangomusik in all ihrer Vielfalt. Emilio Balcarce, Maria Graña, Leopoldo Federico, Nestor Marconi, Horacio Cabarcos, also das Who is Who der argentinischen zeitgenössischen Tangomusik, luden ihn ein, für sie zu arrangieren und mit ihnen zu spielen. Heute pendelt er zwischen Buenos Aires und den USA, wo er vor allem in New York und Kalifornien nicht nur Konzerte gibt, sondern auch unterrichtet. Mit seinem Album „Horacio Salgán Piano Transcriptions“ gewann er 2022 den Latin Grammy als bestes Tango Album. 2025 veröffentlichte er das Album „tangomorphosis“, in dem er mit Einsatz von Schlagzeug und Turntables seine Liebe zum Jazz zum Ausdruck bringt.

Emilie Aridon-Kociolek, aus Polen stammend, wo sie bereits im Alter von neun Jahren konzertierte, übersiedelte bald nach Paris, um zunächst am Konservatorium von Rueil und anschließend am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris Unterricht bei hervorragenden Lehrern zu bekommen. Der Gewinn mehrerer internationaler Wettbewerbe bestätigte ihr besonderes Talent. Ihr Repertoire reichte von der Barockmusik bis zu zeitgenössischen Werken, bevor Émilie in der jüngeren Vergangenheit ihre Liebe zur Tangomusik entdeckte. Die Begegnung mit dem argentinischen Komponisten und Pianisten Gustavo Beytelmann und seiner Musik wurde entscheidend dafür, sich darauf zu konzentrieren. In verschiedenen Projekten wie dem Quinteto Respiro, dem Ensemble Octetology, Fabrizio Colombo 7teto, Ophélie Gaillards Cello Tango und dem Trio Tasis kann sie diese Leidenschaft voll entfalten. 

Mit Pablo Estigarribia trat sie erstmals im Mai 2025 gemeinsam auf. Beim Klavier-Festival Ruhr waren sie in prominenter Umgebung der Besten ihres Fachs wie Evgeny Kissin, Marta Argerich, Elisabeth Leonskaja, Pierre-Laurent Aimard, Yuja Wang, Daniil Trifonow, Vikingur Òlafsson, Hélène Grimaud, Igor Levit und zahlreichen anderen.