LEONARDO FERREYRA
TANGO STRING QUARTET

Der Violinist Leonardo Ferreyra spielte in seiner langen Karriere mit vielen hervorragenden Musikern, in jungen Jahren mit Tangomusikern aus der Hochblüte des Tangos der Vierziger- und Fünfzigerjahre, später mit Größen des zeitgenössischen Tangos wie Horacio Salgán, Rodolfo Mederos, Julio Pane, Dino Saluzzi und vielen anderen. Er spielte CDs ein mit Mercedes Sosa, Bajofondo und Gotan Project. 1999 war er Mitgründer des Orquesta Típica Sans Souci. Im selben Jahr gründete er das nach ihm benannte Streichquartett, eine in der Geschichte des Tangos seltene Formation. Es erregte sogleich Aufsehen am Ersten Internationalen Tangofestival in Buenos Aires 1999.

Das Repertoire umfasst Tangoarrangements, die zwischen den Sechzigerjahren bis heute von den bekanntesten Tangokomponisten speziell für Streichquartett geschrieben wurden, darunter auch Arrangements von Ferreyra selbst. Besonders hervorzuheben sind die Tangos von Eduardo Rovira, Néstor Marconi und Omar Valente, die diese für das Streichquartett von Guillermo Ferreyra, Leonardos Vater, und später für Leonardos eigenes Quartett arrangiert haben. Ferreyra ist als Komponist und Arrangeur einer der führenden Avantgardisten des Tangos. Mit ihm spielen Rahel Zellweger (Violine), Sophie Lüssi (Viola) und Andreas Ochsner (Cello). Das Repertoire zeigt die Evolution des Streichquartetts im Tango.

Es gibt zwei CDs des Quartetts: „Sin Lágrimas“ (2010) und „Tributo a Astor Piazzolla“ (2013) mit Néstor Marconi am Bandoneon als Gast.